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Weinhaus Unterlamm

Katarzyna PotockaKatarzyna Potocka

Im Juli 2015 waren wir übers Wochenende (Fr-Mo) für drei Nächte im Weinhaus Unterlamm in der Steiermark. Kurz gesagt: es war ein Traum!

Die etwas längere Fassung wird mit etwas mehr Details geschmückt und soll Euch zeigen, dass man sehr wohl mit kleinen Details und Liebe für das was man tut, anderen Leuten das Gefühl geben kann, im Himmel zu sein.

Bereits die Buchung und Kommunikation über E-Mail hat schon super funktioniert und das soll was heißen. Nachdem ich dazu tendiere gerne Fragen zu stellen und dies auch vor der Reservierung und vor der Ankunft getan habe, muss ich sagen, hat der Besitzer Herr Pompernigg wirklich stählerne Nerven, denn mir wurde jede auch nur so kleine Frage detailliert und sehr geduldig beantwortet – was mir wirklich das Gefühl gab, dass ihm unser Besuch und unser Wohlbefinden am Herzen liegt.

Das Weinhaus 03

Schon bei der Ankunft am Freitag um 15:00 hat der Besitzer – Herr Pompernigg – nach einer kurzen Anmeldung von unserer Seite aus auf uns bei unserem Weinhaus gewartet und uns herzlichst in Empfang genommen. Nach einer kurzen Begrüßung gab es dann auch eine Schlüsseleinführung, Hausbesichtigung und kurzen Erklärung wie das Frühstückskörbchen funktioniert. Aufmerksam gemacht worden sind wir auf das Gästebuch und auf die “Das fehlt mir noch zum Glücklichsein” Frühstücksadaptionsliste. Dann wurde uns auch noch jeweils unsere GenussCard überreicht und nach einem kurzen Plaudern wurden wir auch schon ganz unserem Weinhaus und uns selbst überlassen.

Das Weinhaus selbst ist ein kleines Fertigteilhäuschen der Art “Ich packe meine sieben Sachen, nehme mein Haus mit und ziehe mal wo anders hin”. Die Aufteilung finde ich sehr gelungen:

Das Weinhaus Unterlamm selbst hat ausgezeichnete Qualität, ist super sauber und könnte laut Booking.com meiner Meinung nach ein fabulous locker wegstecken. Nachdem ich was Sauberkeit und Hygiene ein gebranntes Kind bin kann ich hier nur anmerken dass sogar ich Barfuss durchs Weinhaus spaziert bin 😉

Natürlich habe ich immer ein paar Verbesserungsvorschläge, so auch hier:

Aber ich muss defintiv bei allen vier Punkten sagen, dass das “Sudern auf hohem Niveau” ist!

Weinhaus – Frühstückskorb

Bei unserem Aufenthalt war ebenfalls eine Frühstückskorb mit dabei, auf das ich schon sehr gespannt war. Pünktlich eine Woche vor unserem Aufenthalt im Weinhaus bekamen wir noch eine nette Erinnerung und die Bitte ein Formular für das Frühstückskörbchen auszufüllen. Man kann sich hierbei zwischen einem sauren und einem süßen Frühstück entscheiden und muss zusätzlich noch angeben wie viel Gebäck man haben möchte. Die Bekanntgabe der Gebäckmenge finde ich super, da dadurch vermieden wird, dass zu viel Essen weggeschmissen wird. Wenn man aber die Befürchtung hat, dass man zu wenig bekommt, und das über den ganzen Aufenthalt hinweg – keine Sorge – auch dafür wurde eine Lösung gefunden. Denn es gibt den “Das fehlt mir noch zum Glücklichsein!” Block, wo man nachdem man mit dem Frühstück fertig ist, diesen für etwaige Notizen und Anmerkungen nutzen kann und ihn dann ins Körbchen legt. D.h. wir haben versucht damit unsere Gebäckauswahl von Tag zu Tag besser anzupassen und haben dann sogar noch entsprechende Nespresso Kapseln und zusätzliche 2 Eier erhalten 🙂 Bei dem Ausfüllen des Frühstücksformular noch vor unserem Aufenthalt hatte ich auch angemerkt, dass ich ich gerne statt normalem Joghurt ein Sojajoghurt hätte, mit der Vorahnung, dass das wahrscheinlich nicht gehen wird – aber einen Versuch wars definitiv wert. Auch darauf wurden wir beim Empfang angesprochen und mir wurde mitgeteilt, dass das Thema Sojajoghurt überhaupt kein Problem sei – was mir wiederum nicht das Gefühl gab dass ich mal wieder “kompliziert” bin – und dafür möchte ich mich nochmals herzlichst bedanken.

Was das Frühstückskörbchen alles enthalten hat möchte ich hier gar nicht aufzählen sondern mich auf das Sprichwort “1 Bild sagt mehr als 1000 Worte” beziehen:
Ganz besonders zugesagt hat mir das Granola mit Sojajoghurt und frischen Beeren – ausgezeichnet und könnte ich ruhig weiterhin zu Hause ebenfalls ans Bett serviert bekommen 🙂

Was ich schade fand ist dass wir kein einziges Mal Honig oder Geselchtes bekommen haben, aber wahrscheinlich hätte ich nur fragen müssen.

Weinhaus – Picknick

Nachdem wir auch ein spezielles Angebot “Natur trifft Kulinarik” gewählt haben, war in unserem Package ein Picknick im Weinberg inklusive. Leider hat das Wetter nicht ganz so mit unseren Plänen übereingestimmt, weswegen wir das Picknick von ursprünglich für Freitag angedacht auf Samstag und dann nach einem tollen und erfrischenden Nachmittags-Hagel-Schauer auf den etwas kühleren aber halbwegs trockenen Sonntag verlegt. Hier war auch der Besitzer absolut flexibel und die Verschiebung hat wunderbar und problemlos funktioniert. Am Sonntag hatten wir dann nun endlich unser langersehntes Picknick – allerdings nicht im Weinberg sondern auf der Terrasse vor unserem Weinhaus – Wieso immer noch etwas feucht.  Was das Picknick-Körbchen für uns bereit hielt, lässt sich wohl mit ein paar Bildern schneller klar stellen 😉

Weinhaus – Umgebung

Die Umgebung von Unterlamm ist super schön – so schön dass ich sogar zum 1. Mal in meinem Leben drei Tage hintereinander Laufen gegangen bin 🙂 Es waren zwar nur knappe 4 km aber die Gegend um dort zu Laufen ist perfekt, vor allem wenn man am Samstag und Sonntag um 06:00 laufen geht – da kommen einem nur einige zirpende Mopedfahrer entgegen. Leider wurde mein Engagement mich in Richtung Laufen weiter zu entwickeln mit geringen aber vorhandenen Knieschmerzen belohnt – so viel zu meiner Laufkarriere.

GenussCard

Die GenussCard für die Steiermark war in unserem Package inkludiert und hat mich ebenfalls überrascht. Ich habe angenommen, dass es etwas sein wird wo wir uns schwer tun werden etwas zu finden, das wir machen wollen – aber ich wurde definitiv positiv überrascht. Das Angebot der GenussCard teilt sich in fünf unterschiedliche Bereiche auf:

Ich muss ehrlich gestehen dass wir uns innerhalb der 4 Tage hauptsächlich auf den Bereich “Kulinarik” spezialisiert haben ;-), aber dadurch ist für unseren nächsten Weinhaus Aufenthalt noch genug anderes übrig geblieben.

Zotter Schokoladen Manufaktur

Das absolute Highlight der GenussCard war definitiv die Zotter Schokoladen Manufaktur, wo Führung und Verkostung bei der GenussCard gratis mit dabei ist. Da ich bei einigen Verkostungen schon dabei war, war ich etwas skeptisch, dass ich da mit mehr als einem Stück Schokolade rausgehen werde. Doch auch hier habe ich mich eines Besseren belehren lassen. Von angekündigten 160 unterschiedlichen Schokoladen haben wir sicherlich 80% gekostet und uns auf der Zunge zergehen lassen. Nach dem kurzen, halbwegs interessanten Werbevideo wurde man mit einem süßen kleinen Porzellanlöffel ausgestattet und in die Weiten der Zotter Manufaktur entlassen. Angefangen mit den unterschiedlichen Kakao Bohnen aus allen möglichen Ecken der Erde gings dann auch schon weiter mit den ersten “süßen” Leckereien. Von kleinen Kakaostücken, über Schoko-Glühbirnen, Schokobrunnen in zig Geschmacksrichtungen, hin zu verschiedenen Flic Flocs, über die sogenannten Balleros, mit einer kurzen Pause auf eine heiße Schokolade (sogar vegan mit Sojamilch möglich) endet die süße und geschmacksexplosive Verkostungstour mit einem Schokoladenbereich und dann mit einem “Running-Chocolate” wo nochmals kurz vorm Ende alle möglichen Schokoladen auf einem Laufband an Dir vorbeihuschen und zur Verkostung bereit stehen. Obwohl wir immer nur ein kleines Stück genommen haben und uns das auch noch geteilt haben, haben wir uns beide geschworen, dass wir der Schokolade für mindestens 6 Monate entsagen (keine Sorge: das hat nicht allzu lange gehalten). Was mich absolut begeistert hat, war die Tatsache, dass es nicht nur eine oder zwei vegane Schokoladen gab sondern mindestens gefüllte 20% aller Schokoladen vegan waren – und da ich gerade auf Milchprodukte strikt versuche zu verzichten hat mich das absolut begeistert. Ein gut sortierter Shop am Ende der Tour erleichtert einem auch die Auswahl und die Entscheidung, welche Leckereien man sich mit nach Hause nimmt, um nach den versprochen 6 Monaten Schokoladenfastenzeit dann doch noch eine Erinnerung an die Zotter Manufaktur zur Hand zu haben.

Unsere Zotter Einkäufe:

Berghofer Mühle

Unser nächster Stopp war die Berghofer Mühle, die wir eigentlich nur als Zeitvertreib vor dem Koller Kürbisatelier machen wollten. Doch auch hier wurde meine Erwartung weit übertroffen. Wir wurden von einer sehr netten Dame empfangen und während der Führung begleitet. Sie hat auf eine sehr interessante und spannende Art und Weise viele Fakten präsentiert und uns auch ihre jetzt noch zum Ölpressen verwendete Presse gezeigt. Das faszinierende daran war, dass die Ölpresse ausgeschaut hat, als wäre es bereits ein Museumsstück, aber laut der Dame wird sie tatsächlich bis zur heutigen Zeit zum Pressen von Kürbiskernöl verwendet.

Einige interessante Fakten:

Unsere Berghofer Mühle Einkäufe:

Koller Kürbisatelier:

Etwas schwerer zu finden aber super schön gelegen war unser nächster Stopp: “Das Koller Kürbisatelier”. In einem sehr kleinen Kellergewölbe wurden wir ebenfalls sehr herzlich empfangen. Es hat zwar keine richtige Führung auf uns gewartet aber dafür ein sehr nettes Gespräch mit dem aktuellen Besitzer der Marke Kollerhof. Die Verkostung war zwar nicht riesig, aber die verkosteten Sachen dafür sehr lecker und vor allem der von mir höchst erwartete getrüffelte Kürbisschmalz hat all meine geschmacklichen Erwartungen erfüllt – sehr lecker. Speziell auch die Knabberkürbiskerne haben mir eine große Freude bereitet, da sie aussergewühnliche Geschmacksrichtungen hatten wie zb. Rotwein und Minze und nicht vollständig mit Schokolade überzogen waren, sondern eher von einem Hauch Schokolade geküsst wurden.

Unsere Kollerhof Einkäufe:

Gölles Essig- & BrandManufaktur

Der Samstagnachmittags Stopp begann bei der Gölles Essig- & Öl Manufaktur. Gestartet hat der Rundgang in dem kleinen Shop von dem wir uns gleich in die Lagerräume der Essige begeben haben – was für ein Duft! Unzählbare Holzfässer die jegliche Arten von Essigen in sich verbergen kann man in diesen Räumlichkeiten bestaunen. Nach einem kurzen Video – leider doch sehr PR mäßig aufgesetzt – durften wir dann in einem kleineren Raum die unterschiedlichen Essige verkosten. Mein absoluter Favorit: der Apfel-Balsam *delicious*

Danach begann die zweite Hälfte der Führung, wo es um das eher höher prozentige ging. Die edlen Brände von Gölles gibt es in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und hätte ich alles verkostet was mir eingeschenkt wurde, hätte ich wahrscheinlich nicht mal mehr zum Auto gefunden. Mein absoluter Favorit: der Marillen-Likör *sweetandnice*

Unsere Gölles Einkäufe:

Wir waren dann sogar nochmal oben, weil wir die anderen zwei Balsam Essige noch kaufen wollten, doch leider hatte der Shop da schon zu.

Vulcano Schinken Manufaktur

Der letzte Stop vorm GenießerWochenende war die Vulcano Schinkenmanufaktur. Leider hat diese nur kostenlose GenussCard Führung unter der Woche, weshalb wir 5 € pro Person für die Verkostung zahlen mussten – statt den normalen 9 €. Angekommen in der Schinkenmanufaktur wurden wir noch in den Werbefilm eingeschleust (da wir etwas zu spät dran waren). Leider muss ich sagen, war der Film nicht so ganz das meine. Aufgebaut wie ein Comic für Kinder hat ein Schweinchen namens Vulcano durch den Film geführt und beim Franz, so die humanoide Figur in diesem Film, für ein besseres Leben als Schlachttier gebeten. Anforderungen waren Kratzbäume, Duschen und sonstige Dinge, die anscheinend auch in der Vulcano Schinkenmanufaktur umgesetzt wurden. NAch dem nicht so berauschenden PR Video wurden wir dann abgeholt und die Führung begann. Leider hat uns dann ein sehr heftiger Sturm inklusive Regen, Blitz und Donner überrascht und wir haben dann relativ bald einen Stromausfall miterlebt wodurch die Führung etwas verkürzt wurde. Auf jeden Fall haben wir die Schweine gesehen und konnten live einige Reibereien miterleben.
Die Verkostung am Ende der Führung war für die gezahlten 5€ etwas dürftig, vor allem nachdem wir einen Tag zuvor beim Buschenschank um 5,50 € ungefähr die 5-fache Menge bekommen haben.

Unsere Vulcano Einkäufe:

Ebner Lebkuchen Konditorei

Der letzte Stopp am Weg nach Hause war dann die Ebner Lebkuchenmanufaktur 😉 Hier wurden wir von einer sehr netten und absolut herzigen Dame des Hauses empfangen, die uns ein wenig in die Kunst der Lebkuchenverzierung eingeführt hat und uns dann auch zwei Herzen zur Verfügung gestellt hat, damit wir unserer eigenen Kreativität freien Lauf lassen konnten. Danach durften wir bei einem Kaffee und einem Hirschbirnensaft einige Lebkuchen verkosten und ich durfte mich im Shop ein wenig – viel zu wenig – austoben.

Unsere Ebner Lebkuchen Einkäufe:

 

[box type=”info” style=”rounded”]Kurz zusammen gefasst:

Das Weinhaus in Unterlamm ist mehr als nur empfehlenswert. Sowohl die Unterkunft als auch die Betreiber sind absolut hervorragend und ermöglichen es einem die Zeit dort wirklich zu geniessen. Wir kommen wieder![/box]

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